Umweltschutz im Bürobedarf
Papier
In den 1970er Jahren kamen sogenannte Umweltschutz-Papiere auf den Markt. Durch die Verwendung von wiederverwertetem Altpapier sollte der Verbrauch von Holz, Wasser und Energie bei der Papierherstellung gesenkt werden. Die frühen Umweltschutz-Papiere waren allesamt relativ dunkel und häufig in der Textur grob, mit deutlichen Nachteilen im Gebrauch. Die heute noch anzutreffende Bezeichnung "Umweltpapier" tragen heute nur noch Papiere, bei denen bei der Herstellung auf den Zusatz von Chemikalien verzichtet wird. Diese sind wegen des fehlenden Deinking grauer, allerdings aus Umweltsicht sicher die am wenigsten schädlichen Papiere.
Die modernen Recycling-Papiere sind u.a. durch den Zusatz von neuen Fasern reißfester geworden. Die Bezeichnung "aus 100% Altpapier" darf ein Papier tragen, das nicht weniger als 80% Recyclingpapier enthält.
Bei der Herstellung von Recyclingpapier werden Farben und Tinten aus dem Altpapier im sogenannten "Deinking" entfernt. Hierbei macht man sich die Tatsache zu Nutze, dass Druckfarben und Tinten in der Regel hydophob (wasserabstossend) sind, wogegen die Papierfasern hydrophil (wasseranziehend) sind. Mit Hilfe von Chemikalien (Tensiden, Natronlauge, Wasserglas und Peroxid) bricht man in der "Flotation" die Fasern des Altpapiers auf und löst die Farbpartikel von den Papierfasern. Am Ende des Prozesses werden die Farbpartikel von der Wasseroberfläche als Schaum abgeschöpft.
Sogenanntes chlorfrei gebleichtes Papier ist meist nur frei von dem hoch giftigen elementaren Chlor (ECF elementar-chlor-frei). Als Ersatz für das elementare Chlor wird hier Chlordioxid oder Chlorperoxid eingesetzt - beide Stoffe gelten als gewässerschädlich. Total Chlorfrei (TCF) gebleichtes Papier darf nicht mehr als 30mg/kg chlororganische Verbindungen haben. Also auch hier ist ein bestimmter Prozentsatz chlororganischer Verbindungen enthalten. Dieses Label bezeichnet allerdings in Bezug auf den Gewässerschutz immer noch den besten Zustand.
Die modernen Recyclingpapiere sind weiss bis leicht grau und genügen in den mechanischen Eigenschaften den Anforderungen moderner Druckmaschinen.
Auch bei koventionellem Papier legen immer mehr Hersteller Wert auf die Feststellung, dass das Holz als Rohstoff aus "Plantagen" gewonnen wird und nicht aus der Abholzung von Urwäldern.
Umweltschutzorganisationen weisen alerdings darauf hin, dass solche Plantagen durch Rodung von natürlichen Regenwäldern entstehen. Der Umwelt entsteht dadurch eher Schaden als Nutzen.
Eine echte Altenative sind FSC-Papiere. FSC (Forest Stewardship Council) vergibt ein Label, dass die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern nach strengen Kriterien beurteilt. Die Regeln des FSC verlangen, dass die gesamte Verarbeitungs- und Handelskette vom Wald bis zum Großhändler lückenlos zertifiziert sein muß.
Auf diese Weise können auch Frisch-Faser-Papiere umweltverträglich hergestellt werden.
Das strengste Label bei Papier ist der Blaue Engel, den nur die Papiere tragen dürfen, die aus 100% Altpapier hergestellt und ohne Chlor gebleicht sind.
Und auch hier gilt: das umweltfreundlichste Papier ist das eingesparte Papier!
Daher: doppelseitig Kopieren und Drucken und Dokumente digital durch das Unternehmen leiten. Gern zeigen wir Ihnen das Dokumenten-Management-System DMS360 zur Papiereinsparung!
Stifte und Klebstoffe
Stifte und Klebstoffe können aus verschiedenen Gründen problematisch sein.
Wegen gesundheitlicher Belastungen:
Dämpfe von Lösungsmitteln wie Toluol, Cyclohexan, Xylol und Ethyl-Methyl-Keton können aus Faserstiften und starken Klebstoffen ausdampfen. Sie können Schwindelgefühl, Müdigkeit und Kopfschmerzen auslösen. Lacke, mit denen Farb- und Bleistiftoberflächen behandelt sind, können gesundheitsschädliche Schwermetalle enthalten. Diese gelangen aber nur in den Körper, wenn Sie am Bleistift kauen. Benutzen Sie bei dieser Angewohnheit lieber unlackierte Stifte!
Kugelschreibernminen enthalten häufig Konservierungsstoffe wie Formaldehyd.
Als Alternative gelten Stifte und Klebstifte mit Lösungsmitteln auf Wasserbasis oder alkoholischer Basis.
Wegen der Entsorgung:
Viele Stift-Hüllen bestehen aus Kunststoffen. Kunststoffe werden aus Erdöl hergestellt, sie enthalten häufig Schwermetalle. Bei der Entsorgung landen Sie gewöhnlich in der Restmülltonne, obwohl diese Stoffe Abfall-Problematisch sind. Auf der Deponie zersetzen sich diese Stoffe praktisch nicht, bei der Verbrennung gelangen die Stoffe, trotz guter Filteranlagen teilweise in die Luft. Würden alle Schreibgeräte aus Recyclingmaterial hergestellt, ließen sich jährlich 60.000 Tonnen Kunststoff einsparen.
Benutzen Sie Stifte aus Recycling-Materialien oder PVC-freien Kunststoffen.
Ordnen
Ordnungssysteme aus PVC sind in der Entsorgung problematisch, für Ordner aus Pappe gilt dasselbe, wie für Papier. Verwenden Sie Ordner aus Altpapier oder Recyclingmaterial, die im Altpapier entsorgt werden können. Bitte daran denken, den Heftmechanismus vorher zu entfernen.
Wir führen umweltfreundliche Stifte, Ordner, Papier, Klebstoffe auch in unserem Fachmarkt. Fragen Sie Frau Ferver-Voigt 0511-1247 219








